Jülicher Schlosskonzerte©

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Aktuelle Planung für das nächste Konzert am

[26. April 2020]

 

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4. Oktober 2020

 

Bennewitz Streichquartett

 

 

 

Jakub Fišer, 1. Violine, Štěpán Ježek, 2. Violine

Jiří Pinkas, Viola und Štěpán Doležal, Violoncello

 


Das Bennewitz Quartett ist eines der weltweit angesehensten Kammermusikensembles. Dieser Status wird nicht nur durch die Siege bei zwei bedeutenden Wettbewerben -  Osaka 2005 und Prémio Paolo Borciani in Italien 2008 - manifestiert, sondern auch regelmäßig durch herausragende Kritiken. Bereits im Jahr 2006 schrieb die Frankfur-ter Allgemeine Zeitung: "... die Musik war nicht nur wegen ihrer klaren Struktur bemerkenswert, sondern auch wegen der schönen Klangpalette und Reinheit der Intonation in ihrer Ausführung. Nur selten erlebt man so etwas geschickt handgefertigte und kraftvolle Harmonien ... Großartige Kunst." Das Ensemble wurde auch in der tschechischen Musikszene mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet. So erhielt es schon  2004 den Preis der Tschechischen Kammermusikgesellschaft und gewann 2019 den Classic Prague Award für das beste Kammermusik-Konzert des Jahres.

Das Quartett tritt derzeit an wichtigen Orten im In- und Ausland auf, darunter Wigmore Hall London, Musikverein Wien, Konzerthaus Berlin, Théâtre des Champs-Elysées Paris, New Yorker Frick Collection, Seoul Art Center, Rudolfinum Prag u.a. Hinzu kommen Einladungen zu Festivals nach Salzburg, Luzern, ins Rheingau, nach Lockenhaus und zum Prager Frühling. Dabei arbeitet das Ensemble mit herausragenden internationalen Kollegen wie Jean-Yves Thibaudet, Alexander Melnikov, Vadim Gluzman, Isabel Charisius, Pietro de Maria, Reto Bieri oder Danjulo Ishizaka.

Das Bennewitz Quartett spielt besonders gerne in der heimischen tschechischen Musikszene. Besondere Highlights waren die Zusammenarbeit mit der Tschechischen Philharmonie und ihrem Dirigenten Jiří Bělohlávek für die Aufführung des Konzerts für Streichquartett und Orchester von Bohuslav Martinů. Das Ensemble hat beide Quartette von Leoš Janáček für das tschechische Fernsehen im einzigartigen Ambiente der Villa Tugend hat in Brünn aufgenommen. Regelmäßig zeichnet der tschechische Rundfunk Konzerte des Quartetts auf.

Aus ihrer langjährigen Zusammenarbeit mit dem Label Coviello Classics geht unter anderem eine Aufnahme der beiden Streichquartette von Leoš Janáček kombiniert mit dem 4. Streichquartett von Béla Bartók hervor, die von der Presse einhellig gelobt wird. So ist das Magazin Fono Forum beeindruckt von ihrem „feurigen Temperament“. Die zweite Aufnahme dieser Serie, 2010 erschienen, umfasst beide Quartette von Bedřich Smetana. Die Website Klassik.com nennt die Aufnahme „einfach phänomenal“. Das darauffolgende, beim Label Hänssler Classic erschienene Projekt ist Dvořáks vollständigem Zypressen-Zyklus gewidmet, 2015 gefolgt von seinen Streichquartetten op. 51 und op. 106 bei SWRmusic/Naxos. Diese Aufnahme wurde mit dem 'Choice of the Harmonie Maga-zine' und 'Editor's Choice' des Magazins Gramophone ausgezeichnet.

Die Mitglieder des Quartetts legen großen Wert auf eine inspirierende und auch herausfordernde Auswahl des Konzertrepertoires. In den Jahren 2012 und 2015 spielte das Ensemble an einem einzigen Abend die kompletten sechs Streichquartette Bartóks beim Festival Maggio Musicale Fiorentino und im schwedischen Upsala. 2014 präsentierten die vier die Lieder der Einwanderer von Slavomír Hořínka im Konzerthaus Berlin. Im April 2019 erschien bei Supraphon, dem wichtigsten tschechischen Label, eine neue CD mit Musik der jüdischen Komponisten H. Krása, V. Ullmann, E. Schulhoff und P. Haas, die alle dem Nazi-Terror zum Opfer fielen. Anfang 2019 trat das Bennewitz Quartett mit einer Auswahl dieser Werke bei der offiziellen Gedenkstunde an die Opfer des Holocaust im Deutschen Bundestag Berlin auf.

Seit 1998 trägt das Bennewitz Quartett den Namen des Geigers und Direktors des Prager Musikkonservatoriums Antonín Bennewitz (1833-1926), der maßgeblich zur Gründung der tschechischen Violinschule beigetragen hat. Zu den bedeutendsten Musikern, die zu seinen Jüngern gerechnet werden, zählen vor allem Karel Hoffman, Josef Suk und Oskar Nedbal, die unter Bennewitz' Einfluss das berühmte Böhmische Quartett bildeten.

 


 

Das Programm

 

 Joseph Haydn

(1732-1809)

 Streichquartett G-Dur op. 17/5

 

 

Leoš Janáček

(1854-1928)

 Streichquartett Nr 1.

nach Leo Tolstois Novelle Die Kreutzersonate (1923)

 

- Pause -

 

Ludwig van Beethoven

(1770-1827)

 Streichquartett a-moll op. 132

 


 


 

Zum Programm

 

Viele Zeitgenossen reagieren auf Beethovens späte Streichquartette mit Verwunderung, Unverständnis und Ablehnung. Den keiner Formkonvention gehorchenden Zusammenhang der Sätze wissen sie ebenso wenig einzuordnen wie den oft eigenwilligen Charakter der einzelnen Sätze. Die Quartette erscheinen ihnen als «Neue Musik». Den dritten Satz seines a-Moll-Quartetts, das zu den drei von dem russischen Fürsten Golizyn in Auftrag gegebenen Streichquartetten gehört, versieht er mit dem Zusatz „Heiliger Dankgesang eines Genesenen an die Gottheit, in der lydischen Tonart“, da er schwer erkrankt die Arbeit an dem Quartett für mehrere Wochen einstellen muss. Dass er spätestens mit diesen Quartetten das Tor hin zur Romantik weit aufstößt, erkennen zum damaligen Zeitpunkt nur wenige Musikerkollegen.

 

 

[Zum Programmblatt..]

 

 




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Stand: 05. November 2019.