Jülicher Schlosskonzerte©

seit 1979

 

 

Alle von Februar bis Ende Mai vorgesehenen Konzerte werden nun nachgeholt:

Nächster Termin ist der 5. September 2021 und am 19. September starten wir in die neue Saison...

 

 

27. Oktober 2019

 

Liebeslieder und -Briefe

 

Susanne Duwe , Ainoa Padron & Franco Melis

 

 

 

Schreibe mir nur endlich wieder!



In wie viel Liebesbriefen und Liebesliedern ist nicht über die Jahrhunderte versucht worden, das große Gefühl so auszudrücken, dass das Gegenüber es spüren und glauben kann.

An diesem Liederabend zeugen manche Liebesbriefe vom großen Gefühl aus längst vergangenen Tagen, und die Lieder von Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Schubert, Richard Strauß, E. Korngold und Kurt Weill machen es hörbar.

Einige Texte und Melodien erzählen die heiteren und glücklichen Geschichten von der ersten Schwärmerei und vom Verliebtsein. Und dann gibt es die dunklen Seiten der Liebe, den Betrug, die bitteren Enttäuschungen und den schmerzhaften Verlust. Auch das bezeugen Briefe und Lieder.

Hinter großem Pathos und ganz alltäglicher Sprache finden sich sämtliche Gefühle der Liebenden in allen Schattierungen. Und so unterschiedlich wie die Liebe besungen und die Briefe rezitiert werden, so unterschiedlich sind auch Wort und Ton in Klang und Ausdruck.

 


 

Die Interpreten

 

       

Susanne Duwe - Sopran     Franco Melis - Schauspieler   Ainoa Padron - Klavier

 

Susanne Duwe wurde in Jülich geboren. Schon früh sang sie in Chören und Ensembles. Sie studierte zunächst Architektur an der TU Berlin, bevor sie an die FH Düsseldorf wechselte, um dort zusätzlich Gesang an der Robert-Schumann-Hochschule zu studieren. Zeitgleich beendete sie ihr Architekturstudium an der FH Düsseldorf.

Schon während des Studiums konzertierte sie im In-und Ausland. Sie erhielt Gesangsunterricht von Albrecht Klora, Lia Montoya-Palmen, Stefanie Friede und Konrad Jarnot. Darüber hinaus besuchte sie Meisterkurse bei Brigitte Fassbaender, Thomas Quasthoff und Dietrich Fischer-Dieskau. Sie beendete ihr Studium mit dem Konzertexamen.

Neben ihrer Konzerttätigkeit lehrt sie als Dozentin am Internationalen Opernstudio Gent (Liedinterpretation) und als Gymnasiallehrerin am Abtei-Gymnasium Köln Brauweiler.

 

Ainoa Padron stammt aus Teneriffa und erhielt ihre erste musikalische Ausbildung bei Cristina Vargas und Prof. Jesús Ángel Rodríguez am Conservatorio Superior de Música de Santa Cruz de Tenerife.

2002 begann sie ein Klavierstudium bei Prof. Pi-Hsien Chen an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und der Hochschule für Musik Freiburg im Breisgau mit dem Schwerpunkt Liedbegleitung und Kammermusik bei Prof. Hans Peter Müller.

2011 schloss sie mit dem Master in Liedbegleitung bei Prof. Jürgen Glauß an der Hochschule für Musik und Tanz Köln ab. Wichtige Impulse bekam sie u. a. auf Meisterkursen von Solomon Mikowsky, Vitaly Margulis, Wolfram Rieger, Brigitte Fassbänder und Graham Johnson.

Ainoa war Stipendiatin des Richard Wagner-Verbandes, Köln, der Stiftung Yehudi Menuhin „Live Music Now“ und des „Heidelberger Frühling“. Sie gewann Preise u.a. beim Internationalen Wettbewerb für Liedkunst Stuttgart "Hugo Wolf" und beim Internationalen Johannes Brahms Wettbewerb, Pörtschach, Österreich als Beste Klavierbegleitung.

Seit 2013 hat sie einen Lehrauftrag für Klavier-Begleitung an der Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf inne.

 

Franco Melis arbeitet seit 1985 als Schauspieler, Regisseur und Coach in über 50 Produktionen an Bühnen in ganz Deutschland. Er erhielt für seine Arbeit zahlreiche Auszeichnungen u.a. den Autorenpreis des Landes NRW.

Franco Melis hatte Engagements u.a. am Kölner Kefka Theater, dem Rheinischen Landestheater Neuss, dem Theater Dortmund und dem COMEDIA Theater Köln. Er erhielt Auszeichnungen als Schauspieler und Autor der Städte Köln, Oberhausen, Neuss, Xanten und Dortmund. Das Stück Schlachtplatte für Verliebte war Melis' erste Produktion am COMEDIA Theater.

Ab Januar 2011 war er in der Wiederaufnahme Kohlhaas von Heinrich von Kleist in einer Bearbeitung von Marco Baliani erneut am COMEDIA Theater zu sehen. Zudem übernahm er eine Rolle in dem Kinderstück Der Krakeeler. 2014 feiert Melis zusammen mit Susanne Pätzold und Axel Strohmeyer die Premiere des ComedyProgramms Schöner Scheitern. Seit 2017 ist Melis erneut am COMEDIA Theater im Stück Die Känguru-Chroniken zu sehen.

 

 

 


 

Das "Briefe-Programm"

Von der Sehnsucht über das Verlieben bis hin zum Betrug,

ausgewählt für uns von Susanne Duwe


Franz Schubert

(1797 - 1828)

Die Taubenpost, D 957

 

Brief: Bonaparte

 

Felix Mendelssohn Bartholdy

(1809 - 1847)

Auf Flügeln des Gesangs, op. 34

Die Liebende schreibt, op. 86,3


 Brief: Bert Brecht

 

Franz Schubert

Liebhaber in allen Gestalten / Ich wollt ich wär ein Fisch, D558

Nähe des Geliebten, D162

 

Loriot: Liebesbrief an einen Beamten

 

Franz Schubert

Gretchen am Spinnrad, D 118

 

 

Brief: Kleist

 

Richard Strauß

(1864 - 1949)

 Ständchen, op. 17,2

Heimliche Aufforderung, op. 27,3

 


- Pause -

 

 

Sonette Shakespeare: My mistress eyes

 

Erich Wolfgang Korngold

(1879 - 1957)

Kein Sonnenglanz, op. 38

 

Brief: Abschlägige Antwort an einen Lustmörder


W.A. Mozart

(1756 - 1791)

Trennungslied, KV 519

 

Brief: Mary Woolstonecraft


Franz Schubert

Erster Verlust, D 226

Der Zwerg, D 771

 

Brief: Marylin

 

Kurt Weill

(1900 - 1950)

Abschieds-Brief

 

Brief: Anton Tschechov an Olga Knipper

 

Erich Wolfgang Korngold

Gefasster Abschied, op. 31

 

W.A. Mozart

Trennungslied, KV 519

 

Beim begeisterten Jülicher Publikum bedankten sich die beiden Künstlerinnen mit zwei Zugaben

Francis Poulenc: Les chemins d’amour

Erich Wolfgang Korngold: Liebesbriefchen

 

 


 

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Stand: 31. Oktober 2019.