Jülicher Schlosskonzerte©

 

Klassische Kammermusik im historischen Ambiente  - seit 1979

 

 

[Home] [Nach oben] [Konzerte] [Mediathek] [Tickets] [Sponsoren] [Archiv] [Kontakt] [Impressum]

Zum nächsten Schlosskonzert kommt das Trio Lézard am Sonntag, 7. September 2025 um 18 Uhr in die Schlosskapelle.

 

 

9. März 2025

 

Gelius Trio

 

 

 

 

Sreten Krstic - Violine

Micael Gelius - Klavier

Floris Mijnders - Violoncello

 

 

Anlässlich einer CD-Produktion mit Werken der Komponistin Dorothee Eberhardt fanden sich die Musiker erstmalig zusammen und gründeten aus dieser positiven Begegnung heraus 1999 das Gelius Trio, dessen Namensgeber der Pianist ist. Die Erfahrungen der beiden Streicher als Konzertmeister der Münchner Philharmoniker, die unter der Leitung der großen Dirigenten unserer Zeit musizieren, fließen in die Zusammenarbeit als große Bereicherung ein. Micael Gelius versteht es, den Flügel singen zu lassen, einfühlsam zu begleiten, aber auch seine pianistische Raffinesse auszuspielen.

Das Trio ist berühmt für den gemeinsamen Atem, der die Phrasierungen der Musiker durchzieht, für Klangschönheit, Leidenschaft und tiefe Empfindung. Michael Hell war von 2000 bis 2022 Cellist des Trios. Seit Oktober 2022 hat Floris Mijnders (Solocellist der Münchner Philharmoniker) diesen Part übernommen. Sreten Krstic spielt eine Geige von Nicolaus Gagliano. Floris Mijnders spielt ein Francesco Goffriller Cello, 1740 gefertigt in Udine.

Das Repertoire umfasst neben klassischen und romantischen Werken auch Ausflüge in die Welt des Tango und Jazz, wie die Musiker auf ihrer CD Oblivion unter Beweis stellen. Das Trio ist zu Gast bei großen Festivals, wie z.B. dem Schleswig-Holstein-Festival, Musiksommer zwischen Inn und Salzach, Milstätter Konzertwochen. 

 


Das Programm

Johann Strauß, dem Walzerkönig, zum 200. Geburtstag
 

 

Franz Schubert

(1797 - 1828)

Valses nobles

 


Anton Rubinstein

(1829 - 1894)

 Melodie op. 3 Nr. 1

 

 

Johannes Brahms

(1833 - 1897)

 Ungarischer Tanz Nr. 6

 

 


Johann Strauß (Sohn)

(1825 - 1899)

  Tritsch-Tratsch-Polka op. 214

 

 

Joseph Haydn

(1732 - 1809)

 Trio G-dur

Andante

Poco Adagio. Cantabile

Rondo all’Ongarese. Presto

 

- Pause -

 

Claude Debussy

(1862 - 1918)

 Trio G-dur

Andantino con moto allegro – Allegro appassionato – Tempo primo

(Scherzo) Intermezzo. Moderato con allegro

Andante espressivo

Finale. Appassionato

 

 


Paul Schoenfield

(1947 - 2024)

 Café music

Allegro

Rubato, andante moderato

Presto

 

 

 

Für den begeisterten Applaus bedankten sich die drei sympathischen Musiker mit "La muerte del angel" von Astor Piazzolla

 


Zum Programm

 

Der heutige Abend beginnt mit Bearbeitungen  bekannter Klavier-Werke berühmter Komponisten:

Franz Schuberts Valses Nobles, Anton Rubinsteins „Melody“und Johannes Brahms’ „Ungarischer Tanz“. Die „Tritsch-Tratsch Polka“ von Johann Strauss ist ein Orchesterwerk, das seit über hundert Jahren in fast jedem Silvester-Konzert gespielt wird.

Danach kommen mit dem sogenannten „Zigeunertrio“ von Joseph Haydn originale Werke für Klavier, Violine und Cello zu Gehör. Diesen Titel verdankt die Komposition dem letzten Satz, der die Zuhörer nach zwei gesanglichen und melodiösen Sätzen mit bäuerlichen, ungarischen Themen überrascht. Als Auftakt dient ein liedhaftes Andante in Form von Doppelvariationen: Dem sanften Thema in Dur tritt ein wehmütiges zweites Thema in g-Moll gegenüber, die beide abwechselnd variiert werden.  Darauf folgt ein Poco Adagio in E-Dur, eine Cavatina im italienischen Stil. Das Klavier geht mit einem gesanglichen Thema voller Verzierungen voran, worauf die Geige mit einer Melodie in A-Dur antwortet.

Claude Debussy schrieb sein Klaviertrio im Alter von 18 Jahren für seine Gönnerin Nadeshda von Meck, die auch Tschaikowsky förderte. Stilistisch verrät das Werk den Einfluss der großen Vorbilder des jungen Debussy: Schumann und Fauré. In der Form folgt es nur äußerlich dem klassischen Modell aus Allegro, Scherzo, Andante und Allegro-Finale. Der Aufbau der einzelnen Sätze ist von französischer Klarheit geprägt und zeigt keinerlei Stilmittel der Spätromantik.

Paul Schoenfield begann im Alter von sechs Jahren mit dem Klavierspiel, ein Jahr später folgte seine erste Komposition. In seiner Musik verbindet der amerikanisch-jüdische Komponist verschiedene Stilelemente: Er kombiniert die traditionell-klassische Musik mit folkloristischen Elementen, die insbesondere an Klezmer angelehnt sind, zu einer neuen Einheit. Damit führte er die Tradition amerikanischer Komponisten fort, deren hervorstechendes Merkmal das Zurückgreifen auf populäre Elemente wie Klezmer oder Jazz ist. In seinem Schaffen nehmen Kammermusik und Solokonzerte den größten Raum ein. Sein mit Abstand bekanntestes Werk ist die „Cafe Music“ für Violine, Violoncello und Klavier mit ihrer prägnanten Rhythmik und ihren kraftvollen Melodien.

 

[Zum Programmblatt..]

 


Home | Nach oben

 webmaster: dr.weitz@gmail.com

Stand: 10. März 2025.