Jülicher Schlosskonzerte©

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Bis auf weiteres finden alle Konzerte nicht in der Schlosskapelle sondern im Pädagogischen Zentrum (PZ) des Gymnasium Zitadelle statt.

Nächstes Konzert am Sonntag, 30. Januar 2022 um 20 Uhr mit dem Marimba Quartett

 

 

30. Januar 2022

Marimba Quartett

 

 

 

 

 

 

 

Katarzyna Myćka, Filip Merčep, Conrado Moya & Slawomir Mścisz, Marimbas

 

Vier Marimbas sind schon optisch eine beeindruckende Erscheinung.1 Wenn Katarzyna Mycka und ihre Kollegen Slawomir Mścisz, Conrado Moya und Filip Mercep zu den Schlägeln greifen, werden die Zuhörer in neue Klangwelten entführt. Die wandernden Klänge, pulsierende Rhythmen, perlende Arpeggien und rasante Passagen entlocken dem Publikum in jedem Alter einen stürmischen Applaus! 

Die Kritik hat der international renommierten Marimba-Virtuosin und Kammermusikerin Katarzyna Myćka den Beinamen „Die mit den Schlägeln tanzt“ verliehen: „Höchste Geläufigkeit“, „perfekte Anschlagstechnik“ und eine „traumhafte rhythmische Präzision“ seien charakteristisch für die Musikerin, die auf ihrer Konzertmarimba mit den 60 schmalen Holzplatten und Resonanzrohren aus Metall bis zu sechs Töne gleichzeitig zum Klingen bringt.

Dem relativ selten zu hörenden Solo-Instrument Marimba attestiert die Fachwelt unter den wirbelnden Schlägeln der Stuttgarterin mit polnischen Wurzeln „außergewöhnlichen Klangfarbenreichtum“ und „eine faszinierend breite Palette musikalischer Wirkungen“. Das Publikum begeistert auch die artistische Anmut und tänzerische Energie ihres Spiels.

Nach einer Klavier- und Schlagzeugausbildung entdeckte die 1972 geborene Künstlerin während des Studiums an den Musikhochschulen Gdansk, Stuttgart und Salzburg die Marimba als ihr „ideales Medium für die musikalische Aussage“. Seit dem Wintersemester 2018/19 lehrt Katarzyna Myćka selbst als Professorin an die Musikakademie ihrer Heimatstadt Gdansk (Danzig).

Von Anfang an erhielt die Musikerin zahlreiche Preise und Auszeichnungen bei internationalen Musikwettbewerben: 1995 Sieg und Publikumspreis bei der „International Percussion Competition Luxembourg für Marimba Solo“, ein Jahr später der erste Platz bei der „First World Marimba Competition Stuttgart“. Dann kamen Stipendien und Einladungen zu Meisterkursen in den USA, Asien und Europa. Die Pionierin ihres noch jungen Instruments trat bei den wichtigsten Marimba-Festivals (Osaka 1998, Linz 2004, Minneapolis 2010) auf und ist in Europa, China und Südamerika regelmäßig als Solistin bei renommierten Orchestern zu Gast, darunter die Stuttgarter und Bochumer Philharmoniker, die Polnische Kammerphilharmonie und das RSO Luxemburg.

In ihrer heutigen Gestalt existiert die große Konzertmarimba erst seit Mitte der 1980er Jahre. Katarzyna Myćka, 1999 von der „Polish Percussive Arts Society“ als „Botschafterin der polnischen Schlagzeugkunst“ ausgezeichnet, fördert deren Popularisierung mit Nachdruck. Dazu gehören ihr Engagement für die Ausbildung des Nachwuchs und die Juryteilnahme bei internationalen Wettbewerben, insbesondere aber ihre bereits 2003 gegründete „Internationale Katarzyna Myćka Marimba Akademie“ (IKMMA).

In den vielseitigen Soloprogrammen der Künstlerin erklingen Transkriptionen der Werke Johann Sebastian Bachs oder Sergej Prokofjews, aber auch Originalkompositionen junger Komponistinnen und Komponisten wie Emmanuel Séjourné oder Anna Ignatowicz. Auf inzwischen neun CDs hat sie einen Querschnitt ihres Repertoires eingespielt. Der Zusammenarbeit mit Komponistinnen und Komponisten, die den speziellen wunderbaren Klang der Marimba erforschen und verstehen, widmet sie viel Zeit und Enthusiasmus. „Dabei ist musikalische Vertrauen oberstes Gebot“, bilanziert Katarzyna Myćka.

 

1) Frau Myćka hatte sich kurzfristig entschlossen, "aus organisatorischen Gründen" nur zwei Marimbas nach Jülich mitzubringen und ihr Programm kurzerhand an die neue Besetzung angepasst..

 


 

Das Programm 


 

​Edward Grieg

Suite aus Holbergs Zeit

Präludium (Allegro vivace)

Sarabande (Andante)

Gavotte (Allegretto)

Air (Andante religioso)

Rigaudon (Allegro con brio)

 

 

Alejandro Viñao

Spanish Groove

 

​Rüdiger Pawassar

Yeh gangga

 

Krzysztof Falkowski

Burning Bars

 

- Pause -

 

Camille Saint-Saens

Karneval der Tiere

(Arr.: Peter Klemke - Text und Sprecherin: Susanne Trinkaus)

 

1.  Einzugsmarsch des Löwen

2.  Die Hühner

3.  Die wilden Tiere

4.  Die Schildkröten

5.  Der Elephant

6.  Die Kängurus

7.  Das Aquarium

8.  Persönlichkeiten mit langen Ohren

9.  Der Kuckuck im tiefen Wald

10. Die Volière

11. Die Marimba-Spieler

12. Die Fossilien

13. Der Schwan

14. Finale

 

 

 


 

Zum Programm

 

Edward Grieg (1843 - 1907) komponierte die Suite "Aus Holbergs Zeit" anlässlich des Jubiläums zum 200. Geburtstag des dänisch-norwegischen Dichters Ludvig Holberg im Jahr 1884. Formal ist der Stil der Musik den typischen höfischen Tanz- und Liedformen des frühen 18. Jahrhunderts, also zu Lebzeiten Holbergs, nachempfunden, während die melodisch-harmonischen Anleihen in einem deutlich neoklassizistischen Stil (oder anders ausgedrückt in einem „romantischen“ Blick auf die Musik der Klassik) gehalten sind.

Alejandro Viñao (*1951) ist ein argentinischer Komponist, der jetzt in London lebt. Er hat eine Reihe von Stücken für Orchester- und Kammermusik geschrieben, für den Konzertsaal, die Oper und Film- und Popmusik. Sein "Spanish Groove" gehört zu einer Anzahl von Stücken für die Solo-Marimba.

Rüdiger Pawassar ist seit 1990 Solo-Schlagzeuger am Staatstheater Kassel und wurde bekannt durch seine weltweit aufgeführten Kompositionen für Marimba-Quartett. Sein jüngstes Werk für vier Spieler auf zwei Marimbas trägt den Titel „Yeh Gangga“, benannt nach einem Dorf nahe der Südwestküste Balis. Die großen Wellen vor dem abgelegenen Strand, die Landschaft und die balinesische Gamelan-Musik lieferten Inspiration für das Werk.

Burning bars ist eine Komposition von Krzysztof Falkowski aus dem Jahr 2017 für vier Perkussionisten, die zusammen an einer großen Marimba spielen. Dieses Werk voller Energie ist inspiriert von den Komponisten Emmanuel Sejourne, Ney Rosauro und auch Astor Piazolla. Es bewegt sich zwischen Kunst- und Volksmusik. Die Komposition verlangt äußerstes Können und Präzision der Künstler. Der Titel assoziiert eine allmähliche Verdichtung der Noten in großer Dynamik. Man könnte sich Balken vorstellen, die kurz davor sind, zu brennen. Dann beruhigt sich die Musik für einen Moment, um nach einer Weile mit dem gleichen Effekt noch einmal zu beginnen.

Der Karneval der Tiere von Camille Saint-Saens (1835 - 1921) ist eine Suite für Kammerorchester in vierzehn kleinen Sätzen, die lautmalerisch und ironisch verschiedene Tiere darstellen. Der Komponist hat sein Werk  an einem Karnevals-Dienstag aufführen lassen, es aber aus Sorge um seinen Ruf zu seinen Lebzeiten nicht zur Veröffentlichung freigegeben. Heute ist es eins sehr bekanntesten Werke. Die vier Spieler an zwei Marimbas stellen in der Bearbeitung von Peter Klemke das Orchester dar - inklusive der beiden Pianisten, die Saint-Saens ein wenig boshaft in die Darstellung der Tiere eingereiht hat. Üblicherweise werden die einzelnen Sätze von einem Erzähler eingeleitet. Der berühmteste Text stammt von Loriot. Da es sehr kompliziert war, die Aufführungsrechte für den heutigen Abend  zu erwerben, hat sich Susanne Trinkaus den Spaß gemacht, selber einen Text zu schreiben und sich bereit erklärt, ihn auch zu sprechen

 

[Zum Programmblatt..]

 

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Stand: 27. Januar 2022.