Jülicher Schlosskonzerte©

seit 1979

 

Das Eröffnungskonzert der neuen Saison am Sonntag, 18. September 2022 um 20 Uhr mit dem Streichquartett "Simply Quartet" findet wieder in der Schlosskapelle der Zitadelle Jülich statt.

 

 

21. Mai 2023

 

 

Kammermusik mit Streichern & Klavier

         

 

Foto vom Schlosskonzert am 30.9.2018

 

Fedor Rudin, Violine

Florian Noack, Klavier

 

Guido Schiefen, Violoncello

Susanne Trinkaus, Viola

Hans Otto Horch, 2. Violine

 

Fedor Rudin und Florian Noack sind keine Unbekannten mehr in Jülich. Am 30. September 2018 traten sie als Duo auf in der Schlosskapelle mit Werken aus dem Wien der 1800er Jahren (siehe Foto!).

 

Als hingebungsvoller Kammermusiker ist Fedor Rudin Gründungsmitglied des Fratres Trios, das von der Presse für seine ungewöhnliche Kombination aus Violine, Saxophon und Klavier als „eine neue Generation klassischer Musik“ gefeiert wird. Das Ensemble ist Preisträger des Internationalen Kammermusikwettbewerbs Illzach (Mulhouse, Frankreich) und des Supersonic Awards des Pizzicato Magazins, den das Trio für seine erste CD Couleurs d’un Rêve erhielt. Seine regelmäßigen Kammermusikauftritte führten Fedor Rudin bereits zu Festivals wie den Salzburger Festspielen, dem Schleswig-Holstein Musikfestival, Pietrasanta in Concerto, Crans Montana Classics und dem Festival ArtenetrA. 

Als Konzertmeister des Wiener Staatsopernorchesters und der Wiener Philharmoniker konnte er Orchestererfahrung unter der Leitung von Dirigenten wie Riccardo Muti, Christian Thielemann, Zubin Mehta und Andris Nelsons sammeln.

Bereits im Alter von 20 Jahren arbeitete Rudin selbst als Gastdirigent mit der Georgischen Nationalphilharmonie. Seitdem leitete er Orchester wie das Radio-Symphonieorchester Wien, das Petrobras Symphony Orchestra (Rio de Janeiro), das Moscow Contemporary Music Ensemble, die Lviv Philharmonic (Ukraine) und das Orchester der Stettiner Oper. 2021 schloss er sein Dirigierstudium in der Klasse von Simeon Pironkoff (Orchesterdirigieren) und Vladimir Kiradjiev (Operndirigieren) an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien ab.

Fedor Rudin wurde 1992 in Moskau als Enkel des berühmten russischen Avantgarde-Komponisten Edison Denisov geboren und wuchs in Paris auf, wo er bei Miroslav Roussine und Svetlin Roussev studierte. Als Absolvent von Zakhar Bron an der Hochschule für Musik Köln und Pierre Amoyal an der Universität Mozarteum Salzburg komplementierte er seine Violinstudien mit einem postgradualen Studium an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz in der Klasse von Boris Kuschnir.

Im November 2021 erscheint bei Orchid Classics Rudins neues Album, eine Porträt-CD mit russischen und französischen Kompositionen, in Koproduktion mit dem SWR. Gemeinsam mit Boris Kusnezow präsentiert er auf dieser Aufnahme neben Stücken von Prokofjew, Schostakowitsch und Debussy auch Werke seines Großvaters. 

Fedor Rudin spielt eine Geige von Lorenzo Storioni (Cremona, 1779) aus dem Deutschen Musikinstrumentenfond. Eine großzügige Leihgabe der Deutschen Stiftung Musikleben in Hamburg.

 

Florian Noack kommt aus einer Musiker- und Lehrerfamilie, erlernte die Viola da Gamba beim Vater, studierte historische Tasteninstrumente, Klavier, Pädagogik und Kammermusik an der Frankfurter Musikhochschule, Dirigieren und Phänomenologie bei Sergiu Celibidache in München. Neben Engagements als Pianist, Gambist, Arrangeur und Bühnenkomponist, in Symphonie-Orchestern, an Schauspielhäusern und Kleinkunstbühnen, entdeckte er die Faszination von experimenteller Improvisation und Performances.

Er arbeitet zudem als psychodynamischer KörperPsychotherapeut (HPG) mit Gruppen und entwickelt, zusammen mit Dieter Kraft, die Form der künstlerischen, prozess-begleitenden Performance im Rahmen von Konferenzen und Tagungen.

 

Nach einem hoffnungsvollen Anfang auf der Violine entdeckte Guido Schiefen bald seine Liebe zum Cello. Schnelle Fortschritte führten ihn zu ersten Wettbewerbserfolgen bei „Jugend musiziert“ (1. Preis im Bundeswettbewerb 1980) und bald darauf zum Beginn seines Studiums als Jungstudent an der Musikhochschule Köln bei Prof. Alwin Bauer. Weitere Anregungen erhielt er unter anderem von Maurice Gendron und Siegfried Palm.
Schon als Jugendlicher entwickelte sich eine rege Konzerttätigkeit als Solist und Kammermusiker. Nach dem Abitur und zu Beginn des Vollstudiums Ende der achtziger Jahre erste bedeutende Auftritte sowie Rundfunk- und Fernsehproduktionen, gefolgt von ersten CD-Aufnahmen, dem Gewinn des Kölner Hochschulwettbewerbs und des Stipendiums der „Studienstiftung des Deutschen Volkes“. 1990 wurde Guido Schiefen im Alter von 22 Jahren Preisträger des 9. Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerbs in Moskau.

Es folgten der Förderpreis des Landes Nordrhein Westfalen für junge Künstler, Auftritte bei bedeutenden Musikfestivals (u.a. Bachwoche Ansbach, Musikfestival Davos, Rheingau Musikfestival, Internationales Musikfestival Echternach / Luxemburg, Saga Musikfestival Japan u.a.), weltweit Auftritte als Solist und Kammermusiker in großen Konzertsälen, als Solist mit zahlreichen Orchestern im In- und Ausland (z. B. WDR Köln, Bamberger Symphoniker, Berliner Symphoniker, Festival Strings Lucerne, Royal Philharmonic Orchestra London) und Sonatenabende mit Pianisten wie Pavel Gililov, Günter Ludwig, Olaf Dressler und Alfredo Perl. Mit dem „Ensemble Incanto“ und anderen hervorragenden Kammermusikpartnern ebenfalls weltweite Konzerttätigkeit.

In jüngster Zeit veröffentlichte Guido Schiefen sämtliche Werke für Violoncello und Klavier von Max Reger zusammen mit Jacob Leuschner, Klavier beim Label Oehms Classics sowie Werke für Violoncello und Klavier von Robert Schumann unter dem Titel „Schumannia“ zusammen mit dem Pianisten Markus Kreul bei Dabringhaus & Grimm. Infolge der letztgenannten Veröffentlichung wurde er zusammen mit Markus Kreul in die Künstlerliste des Schumann Forums Bonn aufgenommen und 2017 zum „Schumann Botschafter“ ernannt.

Seit September 2008 unterrichtet er in der Schweiz an der Hochschule Luzern - Musik, an der er 2009 zum Professor ernannt wurde. Seit 2000 ist Guido Schiefen künstlerischer Leiter der Konzertreihe „Klassik Bühne Rhein-Sieg“.

 


 

 


 


 

Das Programm

"Klavierkammermusik der Romantik" 

 

Johannes Brahms

 (1833 - 1897)

Quartett für Klavier, Violine, Viola und Violoncello op.25 g- moll

 

Allegro

Intermezzo

Andante con moto

Rondo alla zingarese (Presto)

 

 

Antonin Dvorak

(1814 - 1894)

Quintett für Klavier, 2 Violinen, Viola und Violoncello op. 81 A-Dur

 

Allegro ma non tanto 

Dumka. Andante con moto

Scherzo. Furiant. Molto vivace - poco tranquillo 

Finale. Allegro

 

 

Die Mitspieler

Klavierquartett:

Florian Noack: Klavier

Fedor Rudin: 1. Violine

Susanne Trinkaus: Viola

Guido Schiefen: Violoncello

Im Klavierquintett mit

Hans Otto Horch: 2. Violine

 
 


 

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Stand: 20. März 2022.