Jülicher Schlosskonzerte©

seit 1979

 

aktuell: Das nächste Konzert findet statt am Sonntag, 6. November 2022 um 20 Uhr mit Luis Castellanos in der Schlosskapelle der Zitadelle Jülich statt.

 

 

21. Mai 2023

 

Kammermusik mit Streichern & Klavier

         

 

 

 

Alina Armonas-Tambrea, Violine

Edvardas Armonas, Violoncello

Nami Ejiri, Klavier

 

Susanne Trinkaus, Viola

Hans Otto Horch, 2. Violine

 

Das Guadagnini Trio, dessen Grundstein 2003 gelegt wurde, gehört seit vielen Jahren zur Klaviertrio-Elite und ist aufgrund seiner ausgereiften Interpretationen und funkensprühenden Energie gern gesehener Gast auf renommierten Podien und im Rahmen namhafter Musikfestivals wie dem Beethoven-Haus Bonn und der Alten Oper Frankfurt, dem Rheingau Musik Festival, den BASF-Konzerten Ludwigshafen und dem Heidelberger Frühling.

Drei erstklassige, starke Künstlerpersönlichkeiten treffen im Guadagnini Trio aufeinander und lassen mit ihrer „nahezu akrobatischen Virtuosität, ihrem brillanten Instrumenten-Dreiklang und ihrer tief empfundenen Empathie“ jedes Konzert zu einem außergewöhnlichen Klangerlebnis werden.

Nach Studien beim Alban Berg Quartett und bei Harald Schoneweg an der Musikhochschule Köln sowie am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Paris folgte der Sieg des ersten Preises im internationalen Kammermusikwettbewerb ‚Helexpo’ in Thessaloniki. Der ihm kurze Zeit später verliehene Preis der Johannes-Brahms-Gesellschaft Pörtschach dokumentiert den raschen Aufstieg des jungen Klaviertrios. Seine zahlreichen Aktivitäten setzt das Ensemble als „Trio in Residence“ der Kammerkonzerte Darmstadt fort.

Zwei CDs, die bei GENUIN Classics unter dem früheren Namen „Trio Enescu“ veröffentlicht wurden, beinhalten die Gesamteinspielung der Klaviertrioliteratur des rumänischen Komponisten George Enescu und erhielten weltweit große Aufmerksamkeit und wurden beim Live-Auftritt des Trios in der Sendung WDR 3 Tonart vorgestellt. In seiner jetzigen Namensgebung beruft sich das Trio auf die von Alina Armonas-Tambrea gespielte Violine, die der italienischen Geigenbauerfamilie Guadagnini entstammt.

 

Mit gerade einmal vier Jahren begann für Alina Armonas-Tambrea ihr künstlerischer Lebensweg innerhalb ihrer Musikerfamilie. Bereits im Alter von 15 Jahren wurde sie in die Meisterklasse von Prof. Rosa Fain an der Robert Schumann Hochschule in Düsseldorf aufgenommen. 1998 setzte sie ihr Studium bei Prof. Viktor Tretyakov an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln fort und schloss es 2003 mit Bestnote ab.

Meisterkurse bei den Professoren Thomas Brandis, Igor Ozim und Stefan Gheorghiu vertieften ihre Studien. Während dieser Zeit war sie Stipendiatin zahlreicher Stiftungen: der Kunststiftung NRW, der Vössing-Stiftung, der Schuller-Stiftung und der Dörken-Stiftung. Schon in frühen Jahren wurden Alina Armonas-Tambrea Preise zugesprochen, u.a. beim internationalen Violinwettbewerb „Jeunesses Musicales“ in Belgrad und bei „Jugend Musiziert“ auf Bundesebene. 
Auftritte als Solistin des Warschauer Symphonie Orchesters, der Deutschen Kammerakademie, der Südwestfälischen Philharmonie und zahlreicher anderer Orchester führten sie in viele Länder Europas.   

Im Mai 2014 wurde Alina Armonas zum Jury-Mitglied des „Prinzessin Margaret von Hessen“ – Wettbewerbs an der Akademie für Tonkunst in Darmstadt berufen. Von 2007 bis 2010 war Alina Armonas in der Position des stellvertretenden Konzertmeisters am Staatstheater Darmstadt tätig und unterrichtet seit 2010 als Dozentin für Violine und Kammermusik an der Akademie für Tonkunst in Darmstadt.    

 

Der in eine Musikerfamilie hinein geborene Cellist Edvardas Armonas wuchs in Vilnius, Litauen auf, wo er auch sein Musikstudium bei Prof. Rimantas Armonas begann. 1998 wechselte er an die Musikhochschule Köln zu Prof. Frans Helmerson, schloss sein Studium mit Bestnote und Auszeichnung ab. Er vertiefte seine Kenntnisse bei Prof. Philipp Muller am Conservatoire National de Musique et de Danse de Paris und in den darauf folgenden Jahren mit seinem Klaviertrio beim Alban Berg Quartett. Meisterkursen bei Mstislav Rostropowitsch, Daniil Shafran, Arto Noras, David Geringas, Tsuioshi Tsutsumi und Yo-Yo Ma verdankt er weitere künstlerische Impulse.

Edvardas Armonas konzertierte bereits auf vielen internationalen Podien in Europa, Asien und den USA. Als Solist trat er bei der Eröffnung des „Schleswig-Holstein Musik Festivals“ gemeinsam mit der Violinistin Baiba Skride unter der Leitung von Kristjan Järvi auf. Zudem war Edvardas Armonas als Solist und Kammermusiker bei zahlreichen Festivals und Konzertveranstaltern zu Gast, darunter beim Rheingau Musik Festival, Usedomer Musikfestival, der Frankfurter Museumsgesellschaft und dem Erftkreis Zyklus. 

Im Jahr 1996 gewann er den „Landgraf von Hessen – Preis“ der Kronberg Academy und wurde daraufhin der erste Stipendiat der Rostropowitsch Cello Stiftung. 2011 wurde er zum Jury-Mitglied des „Prinzessin Margaret von Hessen“ – Wettbewerbs in Darmstadt berufen.     
Seit der Saison 2017 ist Edvardas Armonas Künstlerischer Leiter der Kammerkonzerte Darmstadt.

 

Nami Ejiri, Klavier, wurde als Kind einer Pianistin in Tokyo geboren. Die umfangreiche klassische Plattensammlung ihres Großvaters und der Klavierunterricht bei Takahiro Sonoda, der als Pianist u.a. mit Herbert von Karajan und Sergiu Celibidache zusammengearbeitet hatte, weckten in ihr schon als Dreijährige die Liebe zur europäischen Musik.

An der Toho Gakuen School of Music in Tokyo studierte sie Klavier bei Prof. Yoshimi Tamaki und durfte als beste Absolventin aller japanischen Hochschulen vor der Kaiserlichen Familie von Japan spielen.

Reisen zu Konzerten und Wettbewerben führten Nami Ejiri regelmäßig nach Europa und seit 1998 lebt sie in Deutschland, dem Kulturraum, dessen Musik sie besonders liebt. Im gleichen Jahr nahm sie ihr Studium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main bei Prof. Lev Natochenny auf und schloss dieses mit Auszeichnung ab.

Seit 2006 hat die zweifache Mutter einen Lehrauftrag im Fach Klavier an der Musik Hochschule Frankfurt und unterrichtet seit 2020 am Dr. Hoch's Konservatorium Frankfurt am Main. Sie gibt Meisterkurse im In-und Ausland und ist darüber hinaus Jurymitglied bei verschiedenen Wettbewerben (u.a. "Vianna da Motta" in Portugal und "Les Etoiles du Piano" in Frankreich). Ihre Schülerinnen und Schüler sind Preisträger verschiedener nationaler und internationaler Wettbewerbe.

Nami Ejiri ist Preisträgerin zahlreicher internationaler Klavierwettbewerbe. 2001gewann sie beim Wettbewerb Vianna da Motta, Portugal. Weitere Preise erhielt sie u.a. in Italien (Porrino, Pecar, Cantu, Casella), Österreich (Beethoven/Wien), Polen (Chopin/Warschau) und Japan (Tokyo International, Sonoda/Oita).

Ihre Konzerte in der Alten Oper im Jahr 2009 und beim Kultursommer Nordhessen im Jahr 2012 wurden vom Hessischen Rundfunk (HR) übertragen. Einige Konzerte wurden Live gestreamt und sind in den Mediatheken von HR und ARD abrufbar.

2002 wurde ihre Debüt-CD mit der Einspielung von Modest Mussorgskis “Bilder einer Ausstellung“ und der Bearbeitung der Oper „Boris Godunov“ von Piano News zur CD des Doppelmonats gewählt. Im Jahr 2009 folgten gleich zwei weitere bemerkenswerte Einspielungen: „Bunte Blätter“ beim japanischen Label Accustika und eine „Chopin“ CD beim Label organo phon. 2014 erschien nun bei GENUIN classics, Nami‘s CD mit späten Werken von Franz Schubert, welche bei den Fachmedien durch ihre feinsinnige Musikalität große Aufmerksamkeit erregte. Einen weiteren bedeutenden Akzent setzte Nami mit ihrer im Jahr 2016 erschienen CD ‚Nami plays Diabelli Variantions – Beethoven and more‘.

Diverse Konzertreisen führten die Pianistin um die ganze Welt. Auf diesen spielte sie mit namhaften Orchestern und Dirigenten: Dem Gulbenkian Orchestra unter Lawrence Foster, dem Kurashiki Music Festival Orchester unter Takashi Asahina, der Mexico State Symphony unter Enrique Batiz, der Warsaw Philharmonic unter Kazimierz Kord, dem Polish National Radio Orchestra unter Antoni Wit, dem Polish Chamber Philharmonic Orchestra unter Wojciech Rajski, dem Poznan Philharmonie Orchester unter Michael Sanderling, dem TohoGakuen Orchestra unter George Pherivanian und dem Tokyo Symphony Orchester unter der Leitung von NaotoOtomo.

Als gefragte Pianisten für Kammermusik ist Nami Ejiri Teil des Styraburg Ensembles und arbeitet regelmäßig mit Mitgliedern der Wiener Philharmonie, der Staatskapelle Dresden, des HR-Sinfonieorchesters, des Tokyo String Quartetts und dem Konzertmeister des Concertgebouw-Orchesters,Amsterdam,zusammen. Große Publikumsresonanz erzielte Nami Ejiri jüngst in der Alten Oper Frankfurt, bei den Bad Homburger Schlosskonzerten, bei den Weilburger Schlosskonzerten, beim Rheingau Musik Festival, beim Kultursommer Nordhessen, beim Mosel Musikfestival, bei den Chopin Festivals und dem Internationalen Kammermusik Festival Zakopane in Polen, in der Vilnius National Philhamonie, beim Cervantino International Festival in Mexiko, beim Sintra Internationalen Musik Festival in Portugal, beim Meranofest in Italien, Styraburg Fest in Österreich, Art Triennial Niigata und beim La Folle Journée in Japan.

 

Susanne Trinkaus, Viola, erhielt ihre künstlerische Ausbildung u.a. in der Meisterklasse Max Rostals und des Amadeus Quartetts an der Musikhochschule Köln. Als Geigerin des "Robert Schumann Ensembles" für Klavier-Kammermusik und des "Ensemble Carolina" konzertierte sie u.a. in Spanien, Portugal, Lettland, Ukraine, USA und Australien und erarbeitete sich ein vielseitiges Repertoire in den entsprechenden Musikgattungen. Seit vielen Jahren ist sie, neben ihrer Dozententätigkeit an der Jülicher Musikschule, Konzertmeisterin und Solistin mehrerer Kammerorchesterformationen im Raum Düren-Köln. Seit 2005 ist sie künstlerische Leiterin der Jülicher Schlosskonzerte.

Hans Otto Horch, 2. Violine, war Mitglied des Symphonieorchester des Südwestfunks Baden Baden und des Aachener Kammerorchesters. Schon früh spezialisierte er sich auf Kammermusik. Mit dem Leonhardt-Quartet