Jülicher Schlosskonzerte©

seit 1979

 

Das nächste Konzert findet statt am Sonntag, 23. April 2023 um 20 Uhr mit dem

Duo Lea & Esther Birringer

 

 

12. November 2023

 

Marsyas Baroque

 

 

 

 

                                           

Maria Carrasco Gil, Barockvioline & -Viola

Sara Johnson Huidobro, Cembalo

Paula Pinn, Blockflöte & Barockfagott

Konstanze Waidosch, Barockcello & Viola da Gamba

 

 

                                                                     

 

Die Legende des Flöte spielenden Satyrs Marsyas handelt von Leidenschaft, Mut, Talent, grausamer Rache und einem musikalischen Duell.. 

Auch die vier Musikerinnen von Marsyas Baroque haben sich aus Anlass eines Wettstreits zusammengefunden: Ohne zuvor miteinander musiziert zu haben, entschlossen sie sich 2019 kurzerhand, beim Deutschen Musikwettbewerb des Jahres teilzunehmen – mit vollem Erfolg. Sie erhielten nicht nur ein Stipendium des Deutschen Musikrats, verbunden mit der Aufnahme in die BAKJK (Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler), und den Sonderpreis der Ensembleakademie Freiburg, sondern gewannen kurze Zeit später auch den 1. Preis des renommierten Biagio-Marini-Wettbewerbs in Neuburg an der Donau.

Schwerpunktmäßig spielt Marsyas Baroque virtuose Werke des 17. und 18. Jahrhunderts auf Originalklanginstrumenten in eigenen Arrangements und stellt diese zeitgenössischen Werken gegenüber. Ein besonderes Interesse des Ensembles liegt in der Entwicklung von Konzertprogrammen, die das Publikum auf verschiedenen Ebenen ansprechen: Neben interdisziplinären Konzertformaten, Kinder- und Familienkonzerten, Konzerten an außergewöhnlichen Orten und Dunkelkonzerten lädt Marsyas Baroque auch gerne musikalische Gäste ein, um mit ihnen einzigartige Programme zu erarbeiten.  

Marsyas Baroque konzertiert regelmäßig auf nationalen und internationalen Bühnen. In den letzten drei Jahren haben Paula Pinn (Blockflöten), María Carrasco Gil (Barockvioline), Konstanze Waidosch (Barockcello) und Sara Johnson Huidobro (Cembalo) in über 40 Konzerten Publikum in ganz Deutschland erreicht und sie waren auf zahlreichen Festivals, etwa den Thüringer Bachwochen, dem Trigonale Festival oder dem Festival Winter in Schwetzingen zu erleben.

 


Die Musikerinnen

 

Paula Pinn wurde 1998 im westfälischen Münster geboren. Nach einem Jungstudium bei Jeremias Schwarzer und Maurice Steger an der Hochschule für Musik Nürnberg absolvierte sie ihr Bachelorstudium bei Dorothee Oberlinger an der Universität Mozarteum Salzburg. 2022 schloss ihr Masterstudium bei Michael Form an der Hochschule der Künste Bern erfolgreich ab. 

​Musikalische Anregungen erhielt sie außerdem in Meisterkursen bei Erik Bosgraaf, Sabrina Frey, Shunske Sato, Mieneke van der Velden, Veronika Skuplik, Hille Perl, Jed Wentz, Lars Ulrik Mortensen und weiteren Alte-Musik-Spezialisten.

​Paula wurde mit einer Vielzahl von Preisen ausgezeichnet, u.a. als mehrfache 1. Bundespreisträgerin bei Jugend Musiziert, beim Moeck/SRP International Solo Recorder Competition, beim Deutschen Musikwettbewerb, mit dem 1. Preis des Biagio Marini Wettbewerbs, mit dem 1. Liebenberger Publikumspreis sowie mit dem GWK Förderpreis für Musik 2016. Die DKB-Stiftung verlieh ihr 2014 ein Stipendium und unterstützte sie durch zahlreiche Konzertauftritte. Sonderpreise wurden ihr u.a. von der Deutschen Stiftung Musikleben, von der Ensemble Akademie Freiburg, vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, vom Verband Deutscher Musikschulen sowie vom Verlag Neue Musik verliehen. Zuletzt wurde ihr Ensemble Marsyas Baroque mit einem Stipendium des Deutschen Musikwettbewerbs ausgezeichnet und in die BAKJK (Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler) aufgenommen. 

​Ihre internationale Konzerttätigkeit führte sie u.a. nach Frankreich, Spanien, Italien, Belgien, Österreich, Deutschland, in die Schweiz, die Niederlande sowie nach Russland.

​Paula ist Stipendiatin der Werner Richard - Dr. Carl Dörken Stiftung, der Deutschen Stiftung Musikleben sowie der Studienstiftung des deutschen Volkes. (www.paulapinn.com)

 

Maria Carrasco Gil begann ihre musikalische Ausbildung im Alter von 8 Jahren in Tarazona, ihrer Heimatstadt. Am Conservatorio Superior de Música in Aragón studierte sie Bachelor KA Violine bei Juan Luis Gallego. Es folgte ein Pädagogik-Master an der Universität in Zaragoza. Sie erhielt Barockvioline-Unterricht bei Elsa Ferrer in Madrid, welche sie zum Alte Musik Studium außerhalb Spaniens motivierte. Seit 2015 studiert sie bei Veronika Skuplik an der Hochschule für Künste Bremen, Deutschland.

​Sie besuchte Meisterkurse bei Latica Honda-Rosenberg, Erez Offer, Haim Taub und Tabea Zimmermann, sowie Vera Martínez Mehner (Cuarteto Casals) und Aitor Hevia (Cuarteto Quiroga). Ihr Interesse für die Alte Musik führte sie mit dem Jeune Orchestre de l'Abbey zu verschiedenen Kursen nach Frankreich und zur Spezialisierung auf der Barockvioline hat sie an verschiedenen masterclasses mit Hiro Kurosaki, François Fernandez, Enrico Onofri, Shunske Sato und Rachel Podger teilgenommen.

​In 2019 gewinnt sie mit ihrem Ensemble Marsyas Baroque das Stipendium des Deutschen Musikwettbewerbs (Saison 2020-2022) und den Sonderpreis des Freiburger Barockorchesters sowie den ersten Preis des “XX Biagio-Marini-Wettbewerbs”. Mit dem Ensemble I Zefirelli gewinnt sie den Sonderpreis des West Deutschland Radios bei dem H. I. F. Biber Wettbewerb 2019. Im Jahr 2021 erhielt I Zefirelli den Bärenreiter-Preis beim Internationalen Händel-Wettbewerb und wurde in das Europäische Förderprogramm für junge Ensembles von Eeemerging+ aufgenommen.

​Sie machte Aufnahmen für NDR, WDR und Deutschlandradio sowohl als Solistin als auch mit kleinen Kammerensembles und trat bei Festivals wie der Oude Muziek in Utrecht, bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, beim Musikfest Bremen oder der Trigonale in Österreich auf.

​Zurzeit konzertiert sie mit mehreren Kammermusik-Ensembles wie dem Bremer Barock Orchester, dem Ensemble Urgent Music (Veronika Skuplik), dem Ensemble Weser-Renaissance, der Akademie für Alte Musik Berlin oder Oltremontano u.a.

Neben ihrer Konzerttätigkeit, arbeitet sie als Geige Lehrerin an der Musikschule Cuxhaven. (www.mariacarrascogil.com)

 

 

Aufgewachsen in einem Geigen- und Lautenbauer-Haushalt im ländlichen Niederbayern wurde Konstanze Waidosch schon von Kindesbeinen an mit der Geschichte und den Geschichten alter Instrumente vertraut gemacht.

Geprägt und inspiriert von Viola de Hoog, Gaetano Nasillo, Job der Haar, Hille Perl und Mieneke van der Velden, spezialisierte sie sich auf historische Celli sowie Viola da Gamba an der Hochschule für Künste Bremen sowie am Conservatorium van Amsterdam. 

Als Continuospielerin und Solistin experimentiert sie mit den Klangfarben der verschiedenen Bass- und Tenor-Instrumente, wie etwa dem Basse de Violon oder dem fünfsaitigen Violoncello Piccolo.

Als Mitglied und zu Gast bei Ensembles wie der Academia Montis Regalis, der Collegium Vocale Gent Academy, dem Amsterdam Baroque Orchestra, dem Händelfestspielorchester Halle, der Nieuwe Philharmonie Utrecht, dem Bremer Barockorchester, dem Göttinger Barockorchester, dem Barockwerk Hamburg, dem Elbipolis Barockorchetser Hamburg, dem Ensemble Tabatiére und Marsyas Baroque bewegt sie sich vielseitig zwischen dem Repertoire des frühen 17. Jahrhunderts und der Romantik. Auf internationalen Konzertbühnen und Festivals konzertierte sie unter anderen mit Musikern wie Dorothee Oberlinger, Christoph Prégardien, Rachel Podger, Ton Koopman, Pieter Wispelway, Michael Form und Shunske Sato.

Konstanze lebt derzeit in Bremen und absolviert dort ihr zweites Masterstudium der Viola da Gamba und Pädagogik bei Prof. Hille Perl. Neben ihrer Konzerttätigkeit unterrichtet sie Cello und ist regelmäßige Dozentin bei Lehrgängen für Alte Musik, Consort und Musiktheater für Kinder und Erwachsene am Jugendhof Vlotho, Schiermonnikoog, Burg Sternberg und der Burg Rothenfels. (www.konstanze-waidosch.de)

 

 

Die Cembalistin und Organistin Sara Johnson Huidobro (1992, León – Spanien) konzertiert in ganz Europa. Als Solistin und Continuo-Spielerin trat sie im Rahmen renommierter Festivals auf, darunter die "Trigonale" (Autria, 2018 - 2020), das ON-Festival für Zeitgenössische Musik in Köln (Deutschland, 2018) und das Festival für Alte Musik der Pyrenäen (Spanien, 2014). Darüber hinaus war sie von 2016 bis 2017 Mitglied des Barockorchesters der Europäischen Union.

​Johnson Huidobro erhielt Cembalounterricht bei Delia Manzano am Konservatorium von León. Ihren Bachelor absolvierte sie bei Silvia Márquez an der Musikhochschule von Aragón (Abschluss mit „Summa cum Laude“), ihren Master bei Prof. Carsten Lohff an der Hochschule für Künste Bremen, wo sie ein Orgelstudium bei Dr. Roland Dopfer anschloss. Bei ihm absolvierte sie auch ihren Orgelmaster an der "Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover", wo sie zusätzlich Hammerklavierunterricht bei Prof. Zvi Meniker erhielt.

​Sie wurde mit mehreren Preisen und Sondernennungen ausgezeichnet, unter anderem mit dem zweiten Preis beim Nationalen Orgelwettbewerb "Francisco Salinas" (Burgos, Spanien, 2019), dem zweiten Preis beim Internationalen Wettbewerb für Alte Musik "Maurizio Pratola" (mit dem "Cancrizans Duo", l'Aquila, Italien, 2017) und dem zweiten Preis beim "Torneo Internazionale di Musica" (Turin, 2016).

​Sie musizierte unter der Leitung renommierter Musiker wie Lars Ulrik Mortensen, Alfredo Bernardini, Konrad Junghänel und Manfred Cordes, ferner mit Orchestern wie "L 'Arte dei Suonatori" (2019) und dem Barockorchester "Simón Bolívar" aus Venezuela (2015).

​Mit “Weser Renaissance” (2021), dem "Kammerensemble Konsonanz" (2018 mit dem internationalen Trompetisten Fabio Brum; 2017 mit Solisten des Simón Bolívar Orchesters von Venezuela), mit demselben Ensemble und renommierten Solisten des Simón Bolívar Orchesters von Venezuela und mit dem Bremer Barock Consort (2018, unter der Leitung von Manfred Cordes) spielte sie Tonträger ein (www.sarajohnsonhuidobro.com).

 

 


 

Das Programm

 

Bach in the Light

 

Triosonate in G-Dur (BWV 1039)

Largo - Vivace

 

Sonata in G-Dur (BWV 1019)

Adagio

 

Schmücke dich, o liebe Seele (BWV 654)

 

Ouvertüre nach französischer Art (BWV 831)

Echo

 

Fuge nach einem Thema von Corelli (BWV 579)

 

Concerto in D-Dur

(nach BWV 1032)

Vivace - Largo e dolce - Allegro

 

- Pause -

 

Bach in the Dark

 

*** Intro *** 

Triosonate in G-Dur (BWV 1039)

Adagio e piano - Presto

 

 

*** Überraschung *** 

Contrapunctus

(aus Kunst der Fuge, BWV 1080)

Largo - Vivace

 

 

Pasticcio-Suite

 mit Sätzen aus Solowerken

 

*** Überraschung *** 

Canon

(aus Musikalisches Opfer, BWV 1079)

Largo - Vivace

 


 

Zum Programm

 

 

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Stand: 18. Februar 2023.